Spread und Tiefe beantworten unterschiedliche Fragen
Der Spread ist der Abstand zwischen bestem Bid und Ask. Die Tiefe beschreibt verfügbare Mengen auf einzelnen Preisstufen. Ein enger Spread bedeutet nicht, dass ein großer Kauf vollständig auf die erste Stufe passt. Auch Zeitpunkt, Handelsplatz und Auftragsseite sind wichtig.
Im Lernbeispiel beträgt der beste Bid 100.00 USD und der beste Ask 100.10 USD: ein Spread von 0.10 USD je Einheit. Die Tabelle zeigt nur die Verkäuferseite. Das Orderbuch ist erfunden, keine reale Order und keine Funktion von Student Wyckoff Pro.
| Ask-Preis | Verfügbare Einheiten | Kumulierte Menge |
|---|---|---|
| 100.10 | 20 | 20 |
| 100.20 | 30 | 50 |
| 100.40 | 50 | 100 |
10 und 60 Einheiten vergleichen
Unterstellt werden keine anderen Teilnehmer, neuen Aufträge oder Stornierungen. Der Kauf nimmt die angebotenen Stücke der Reihe nach auf. Für 10 Einheiten genügt Stufe eins: 10 × 100.10 = 1001 USD, Durchschnittspreis 100.10.
Für 60 Einheiten werden 20 zu 100.10, 30 zu 100.20 und weitere 10 zu 100.40 benötigt. Die Kosten sind 2002 + 3006 + 1004 = 6012 USD. Der Durchschnitt ist 6012 / 60 = 100.20 USD. Der Ausgangsschnappschuss bleibt gleich, nur die Menge ändert sich.
| Menge | Kosten, USD | Durchschnitt, USD/Einheit | Abweichung vom Ask, USD/Einheit | Gesamtabweichung, USD |
|---|---|---|---|---|
| 10 | 1001.00 | 100.10 | 0.00 | 0.00 |
| 60 | 6012.00 | 100.20 | 0.10 | 6.00 |
(20 × 100.10 + 30 × 100.20 + 10 × 100.40) / 60 = 100.20 USD
Slippage benötigt eine klare Vergleichsbasis
Die Basis ist hier der anfängliche beste Ask 100.10, nicht die Mitte oder der letzte Umsatz. Für 60 Einheiten ist der Durchschnitt um 0.10 USD je Einheit schlechter, insgesamt 6 USD. Bei 10 Einheiten ist die Abweichung null. Das bedeutet weder Spreadfreiheit noch Kostenfreiheit.
Die Provision beträgt in diesem Beispiel ausdrücklich null; verglichen werden nur Ausführungen. Die Ask-Seite enthält bereits den gewählten Spread-Bezug und darf nicht nochmals als Zusatzkosten abgezogen werden. Für ein vollständiges Geschäftsergebnis fehlen Verkauf und dessen Kosten; dazu dient der separate Beitrag.
Ein echtes Orderbuch wartet nicht auf den Auftrag
Angebote können sich ändern oder verschwinden, während eine Anweisung zum Handelsplatz gelangt. Andere Aufträge können früher eintreffen, Mengen anders oder nur teilweise ausgeführt werden. Unser Ablauf modelliert weder Warteschlangen, versteckte Liquidität, Routing noch alle Handelsregeln.
Die Tabelle enthält insgesamt 100 angebotene Einheiten. Für größere Käufe fehlen Daten; eine weitere Stufe darf nicht erfunden werden. Auch hoher Tagesumsatz garantiert nicht die gewünschte Tiefe in einer bestimmten Sekunde.
Das Beispiel ohne Ausführungsversprechen lesen
Benennen Sie zuerst Seite, Menge und Vergleichspreis. Berechnen Sie danach die verfügbaren Stufen und den gewichteten Durchschnitt. Halten Sie nicht modellierte Änderungen fest. Ein Chart abgeschlossener Bars untersucht dagegen die Preisgeschichte und garantiert keine für ein künftiges Geschäft verfügbare Menge.
- Den Durchschnitt des gesamten Kaufs nicht durch den besten ersten Preis ersetzen.
- Slippage an einer ausdrücklich genannten Basis messen.
- Den Schnappschuss nicht als Garantie künftiger Ausführung darstellen.
- Historische Analyse und Auftragserteilung beim Vermittler trennen.
Primärquellen
Die Quellen erklären Mechanik und Grenzen; die Zahlenbeispiele der Redaktion sind erfunden und keine Marktkurse.
Der nächste praktische Schritt
Student Wyckoff Pro dient zum Untersuchen abgeschlossener Bars und Speichern der Analyse. Die Plattform führt keine Geschäfte aus; Zugang und Windows-Anbindung erklärt der Leitfaden.
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