STUDENT WYCKOFFPro
Blog und Praxis / Finanzen

Finanzen · Einstieg

Zinseszins und regelmäßige Einzahlungen getrennt verstehen

Beim Zinseszins wirkt die nächste Wertveränderung auf den angesammelten Betrag einschließlich früherer Erträge. Regelmäßige Einzahlungen bringen dagegen neues Kapital hinzu. Beides kann den Endbetrag erhöhen, beschreibt aber verschiedene Vorgänge. Wer jeden Kontozuwachs als Anlageerfolg bezeichnet, vermischt eigene Sparleistung mit der Rendite des bereits investierten Geldes.

Die Beispiele sind fiktiv und dienen dem Lernen. Der Text wurde mit KI-Unterstützung und redaktioneller Prüfung erstellt und ist keine persönliche Anlageberatung.

So funktioniert es

Ohne Zahlungsströme und mit einer konstanten Periodenrendite r wird aus dem Anfangsbetrag P nach n Perioden P × (1 + r)^n. Bei wechselnden Ergebnissen werden die einzelnen Wachstumsfaktoren multipliziert. Zinssatz und Zeitraum müssen zusammenpassen: Ein effektiver Jahreszins darf nicht unverändert als Monatszins eingesetzt werden. Die Formel formuliert eine Rechenannahme, keine zugesagte Entwicklung.

Jede Einzahlung hat eine eigene Anlagedauer. Geld zu Periodenbeginn nimmt am Ergebnis dieser Periode teil; Geld am Periodenende noch nicht. Bei schwankenden Renditen lässt sich der Kontostand schrittweise berechnen. Dazu wird ausdrücklich vermerkt, ob eine Einzahlung vor oder nach der jeweiligen Wertänderung erfolgt. Eine Entnahme ist ein entgegengesetzter Zahlungsstrom und kein Kursverlust.

Rechenbeispiel

Angenommen werden zunächst 1.000 Einheiten, eine hypothetische Rendite von jeweils 1% in zwei Monaten und Einzahlungen von jeweils 100 am Monatsende. Nach Monat eins stehen 1.000 × 1,01 + 100 = 1.110 bereit. Nach Monat zwei sind es 1.110 × 1,01 + 100 = 1.221,10. Eingezahlt wurden insgesamt 1.200; der Ertrag beträgt 21,10. Einzahlungen jeweils am Monatsanfang ergäben stattdessen 1.223,11.

Aussage und Grenzen

Gebühren, Steuern, Verluste und Entnahmen fehlen in diesem Beispiel. Marktrenditen verlaufen ungleichmäßig und können negativ sein. Wiederanlage garantiert keinen Gewinn. Ein höherer Kontostand nach Einzahlungen belegt keine höhere prozentuale Rendite. Für einen belastbaren Vergleich braucht man eine einheitliche Behandlung externer Zahlungsströme statt lediglich zweier Endbeträge.

Prüfung am Chart

Notieren Sie an verfügbaren abgeschlossenen Monatskerzen zwei aufeinanderfolgende Kursveränderungen und multiplizieren Sie die Faktoren. Führen Sie gedachte Einzahlungen separat und kennzeichnen Sie fehlende Ausschüttungen. Student Wyckoff Pro bietet Chartanalyse; eine Kursreihe allein rekonstruiert weder persönliche Kontobewegungen noch die tatsächliche zusammengesetzte Kontorendite.

Primärquellen

Die Quellen erklären Mechanik und Grenzen; die Zahlenbeispiele der Redaktion sind erfunden und keine Marktkurse.

Der nächste praktische Schritt

Weiter zur Analyse verfügbarer abgeschlossener Tages-, Wochen- und Monatskerzen.

Anleitung für den ersten Chart öffnen ↗